Media

Vita

Bühne

2018

„Der Podcast“ - Hamburg-Premiere der Nerd-Gesprächsrunde mit Sträter-Bender-Streberg am 5.12.2018 um 19 Uhr im "Schmidtchen" auf der Reeperbahn.
Lutsch mich rund und nenn mich Bärbel! Nach Jahren des vor sich Hinpodcastens gehen die Herren Torsten Sträter, Hennes Bender und Gerry Streberg nun endlich mal vor die Tür und beglücken ihre Fans mit leibhaftigem Auftreten in abendfüllender Form. Dabei wird natürlich wieder generdet, gefrotzelt und gepoltert was das Zeug hält. Überraschungen sowie illustre Gäste (diesmal in Gestalt von Monty Arnold) sind natürlich eingeplant. Live. In Echt. Ungeschnitten.

Sebastian Krämer lädt an jedem ersten Sonntag im Monat zum "Club Genie und Wahnsinn - Die Show mit dem Orakel mit dem Rüssel" ein. Diese furiose Mixed-Show im Berliner Zebrano-Theater verspricht "hochkarätiges Entertainment. Dabei wird das Schicksal neuer Aufnahmeantragsteller bezüglich ihres Einzugs in den Club von einem ehrwürdigen Elefantenorakel in einer rituellen Zeremonie entschieden. Doch wie immer der Bescheid ausfällt: Wer sich hier präsentiert hat bereits anderorts Ruhm und Ehre erworben. Keine Angst: Mitmachnummern gibt es nicht. Sie können sich zurücklehnen und genießen. Das schaffen Sie!" - Ich wurde glücklich aufgenommen, weiterhin waren zu Gast: Jochen Falck, Lennart Schilgen und Bodo Wartke.

Zwei Monate später: Antragsteller zur Aufnahme in den Club ist nun das „Metropolis Orchester Berlin“ unter Burkhard Goetze, das Sebastian Krämer bei der Release der Doppel-CD „Vergnügte Elegien“ begleitet und von mir der Live-Vertonung des Stummfilms „Should Married Men Go Home?“ unterstützt wird (ein Beitrag aus meinem Stummfilmprogramm „Väter der Klamotte“). Gast ist Matthias Reuter (mit Auszügen aus seinem Solo „Glühwein spezial“), Überraschungsgast ist der Musikkabarettist Tilman Lucke.

Endlich bekommt auch Schleswig-Holstein seine eigene AIDS-Gala. Gemeinsam mit dem „Kompetenznetz AIDS Schleswig-Holstein“ und der AIDShilfe begründet der „Kulturring Wahlstedt und Umgebung“ mit Hilfe des Chansonniers Tim Fischer diese Tradition: er trommelt befreundete Kollegen zu einer überaus musikalischen Show zusammen: Turid Müller, Thomas Dörschel, Rainer Bielfeldt, Lilli Walzer, Dan Poppek, Monty Arnold mit Marc Spiess am Klavier, Dennis Fischer begleitet von Carsten Sauer, Ralf Samir, Lucy van Kuhl und die Moderatorinnen Tim Koller und Marlene Deluxe. Ein Grußwort spricht der Staatssekretär Torsten Geerdts, mit einem Preis wird geehrt: Uli Manthey, Koordinator der AIDShilfen Schleswig-Holsteins.

"die Seriale 2018" - 4th DigitalSeriesFestival Gießen - Internationales Festival für unabhängige Internet-Serien vom 8. - 10. Juni 2018 
Die wichtigsten Preisträger waren:
Best Actor: Mehmet Günsür in “Kanaga” for his acting talent delivering an epic life journey. - Best Actress: Estela Garelli in “Esther's Style”/”Estilo Esther” for her amazing contribution to perform an evil character we all fell for. - Best Director: Riccardo Cannella of “Anachronisme” for his unique, audacious, poetic narrative. - Best Series: “End Unsung” for hooking us with a captivating universe you can’t escape and definitively want to dive into.” - Special Award I - Best Ensemble Cast: “I’m Ander”/”Soy Ander” for inviting us to their choral musical adventures. - Special Award II: “Nemausus” for mixing cultural history with pure action drama with a touch of humor.
- Moderation der Screenings

"7. Privattheatertage" vom 19. Juni bis 1. Juli 2018 in Hamburg - Die PRIVATTHEATERTAGE luden alle Privattheater Deutschlands ein, sich mit ihren Produktionen in drei Kategorien zu bewerben. Alle Bewerber wurden von der eigens ausgewählten Reisenden Jury begutachtet. Unterwegs waren für (Zeitgenössisches) Drama: Sewan Latchinian (Regisseur und Intendant), Martin Woestmeyer (Publikumsservice Thalia Theater) und Brigitte Landes (Dramaturgin und Autorin); für (Moderner) Klassiker: Peter Dehler (Regisseur, ehem. Schauspieldirektor), Tanja Müller (Rowohlt Theaterverlag) und Marion Elskis (Schauspielerin); für Komödie: Ulrike Syha (Autorin, Übersetzerin), Monty Arnold (Autor und Sprecher) und Thilo Voggenreiter (Regisseur).
Zwölf der interessantesten Theaterproduktionen wurden daraufhin nach Hamburg eingeladen und für den MONICA BLEIBTREU PREIS nominiert. Die prominent besetzte Hamburg Jury kürt während des Festivals die Gewinner der Preise. Außerdem wird der Publikumspreis für das beliebteste Stück aus Publikumssicht verliehen. Zusätzlich zu den zwölf Vorstellungen bieten die Vorgespräche allen Interessierten die Möglichkeit, durch die Theatermacher der eingeladenen Häuser selbst etwas von ihren Arbeitsbedingungen vor Ort, ihrer inhaltlichen Ausrichtung sowie zur Entstehung der eingeladenen Produktionen Näheres zu erfahren.
Infos unter: http://privattheatertage.de/festival/was-sind-die-privattheatertage/

„Das Dschungelbuch“, Live-Jazzhörspiel bei den 31. Internationalen Jazztagen im Theaterhaus Stuttgart, in Koproduktion mit dem SWR; nach „The Jungle Book“ von Rudyard Kipling, übersetzt und bearbeitet von Uta-Maria Heim; mit den Darstellern Ernst Konarek: (Erzähler / Akela), Gloria Endres de Oliveira (Mogli), Monty Arnold (Kaa / Bangar-log / Schir Khan / Priester), Katja Brügger (Baghira / Mutter Wolf / Messua), Martin Engler (Balu / Vater Wolf / Buldeo), Sebastian Fuchs (Tschil / Grauer Wolf / Tabaqui / Grauer Bruder); Klangkonzept und Geräusche: Sebastian Fuchs; Musik: FUMMQ – Das Ferenc und Magnus Mehl Quartett mit Magnus Mehl (Saxophon), Ferenc Mehl (Drums), Fedor Ruskuc (Kontrabass), Martin Schulte (Gitarre und Bass); Licht: Matthieu Ornal; Produktionsleitung: Sonja Niederer, Wolfgang Marmulla, Regie-Assistenz: Diana Müller; Regie: Kirstin Petri; Dramaturgie: Uta-Maria Heim
Der indische Junge Mogli wird durch den Tiger Schir Khan von seinen Eltern getrennt und stößt im Dschungel auf eine Wolfsfamilie. Auf die Fürsprache des Bären Balu, des „Lehrers der Gesetze“, und des schwarzen Panthers Baghira hin wird er ins Rudel aufgenommen und von den Wölfen großgezogen. Moglis Freunde Balu und Baghira bringen ihm die Gesetze des Dschungels bei. Als Mogli von den gesetzlosen Bandar-log, den von allen anderen Tieren verachteten Affen, entführt wird, können Balu und Baghira ihn mit Unterstützung des Pythons Kaa befreien. Doch als Mogli schließlich wieder auf die Menschen trifft, muss er erst mühsam erlernen, sich mit seinesgleichen zu verständigen. Dabei vergisst er nie, wer sein größter Feind ist: der Tiger Schir Khan. Mogli sinnt auf Rache.

   

"Geschichtensalon | Premiere!" im Goldbekhaus Hamburg - von und mit Alexandra Kampmeier und Viktor Hacker sowie ihren Gästen Petra Albersmann und Monty Arnold - Programminfo: "Unser Leben besteht aus vielen Geschichten. Sie bringen uns zum Lachen und Weinen, können wütend machen oder nachdenklich, rauben uns den Atem oder beflügeln unsere Fantasie. Egal ob sie von längst vergessenen Sagen, Märchen und Mythen berichten oder unseren manchmal absurden und abenteuerlichen Alltag unter die Lupe nehmen. Werden sie gekonnt erzählt oder vorgelesen, schaffen sie für den Zuhörenden eine neue Welt. Er staunt, bangt und fiebert mit, durchlebt das Erzählte vor seinem inneren Auge wie einen Film. Der uralten Tradition des Geschichtenerzählens widmet sich die neue Reihe GESCHICHTENSALON im Goldbekhaus. Drei Mal im Jahr geben die Erzählkünstlerin Alexandra Kampmeier und der Lesebühnen-Recke Viktor Hacker eigene und überlieferte Geschichten zum Besten und stellen dem Publikum zwei weitere KünstlerInnen vor. Für die Premiere am 22. Februar 2018 haben sie die großartige Erzählkünstlerin und Puppenspielerin Petra Albersmann und den begnadeten Schauspieler, Komiker und Synchronsprecher Monty Arnold gewinnen können. Das gibt eine höchst bunte Mischung aus völlig verschiedenen Geschichten, passend zum Jahresthema 2018 des Goldbekhauses 'GUT:HABEN'. Und gut haben sollen es im GESCHICHTENSALON alle, besonders die ZuhörerInnen. Beide Gastkünstler präsentieren zwei Geschichten – eine davon ist wahr, die andere gelogen. Aber welche ist welche? Finden Sie es heraus! Und wer weiß, am Ende haben Sie nicht nur viel zu erzählen, sondern vielleicht auch noch etwas gewonnen. Nehmen Sie Platz im GESCHICHTENSALON und genießen Sie Ihr persönliches Kopfkino!" 
Ich las die durch und durch wahre Heino-Jeager-Parodie "Der Krimmissar" und eine erfundene Jugenderinnerung, die man unter https://blog.montyarnold.de/2014/10/08/die-grosse-eroeffnung/ nachlesen kann.

Verleihung des Heinrich-Wolgast-Preises 2018 an „Exit Sugartown“ von Martin Petersen in der Hamburger Bücherhalle; mit Rebekka Starkloff (Moderation), reeplayers (Impro-Theater), Heidi Jakob (Hausherrin der Bücherhalle Hamburg), Alexandra Ritter (Ajum Vorsitzende), Hussein Fahman (Zeitzeuge), Katrin Weller (Verlagsleiterin Dressler), Monty Arnold (Vorleser)
„Die siebzehnjährige Dawn hat genug von der aufzehrenden, aber letztlich ertraglosen Arbeit und dem ärmlichen Leben in Sugartown. In der Hoffnung auf ein einträglicheres Einkommen und ein besseres Leben in City, einer reichen Stadt jenseits des Meeres, legt sie ihr Schicksal schließlich in die Hände von Fluchthelfern, die ihr einträgliches Geschäft freilich nicht aus reiner Menschenliebe betreiben. Es folgt eine Reise voller Strapazen und Gefahren, in der natürliche wie auch von Menschen geschaffene Grenzen und Hindernisse überwunden werden müssen. Endlich in City angekommen, wird ihr Traum, sich und ihrer Familie durch eine menschenwürdige Arbeit eine gesicherte Existenz zu ermöglichen, jedoch auf eine harte Probe gestellt. 'Exit Sugartown' ist engagierte Jugendliteratur im besten Sinne: Ganz ohne Pathos, Moralisierung, platte Schuldzuweisung und stereotype Feindbilder, direkt, unmittelbar und schonungslos. Martin Petersen nutzt für seine Geschichte einen lakonisch-nüchternen, fast journalistisch präzisen Erzählton, den er seiner Protagonistin in den Mund legt. Dabei wirkt die Erzählweise weder neutral noch unbeteiligt. „Gerade wegen seiner Sachlichkeit berührt und schockiert dieses Jugendbuch zutiefst. Anhand eines individuellen Schicksals macht es auf zentrale und skandalöse gesellschaftliche Missstände aufmerksam, die strukturelle Ursachen haben und einer dringenden Lösung bedürfen“, so Mario Zehe, Vorsitzender der Jury.

"Film und Comic Con Offenburg 2018" - In der Messe Offenburg feierten die Freunde der Schönen Künste zwei Tage lang ein ein reichhaltiges Programm mit Hollywood- und TV-Stars, Händlern und Ausstellern aus ganz Europa, Comiczeichnern, Filmstars und Cosplayern in Autogrammstunden, Workshops, Panels, Ausstellungen, Photoshoots mit den Fans, außerdem Kostümwettbewerb, Cosplay Zone, Comic Area, u.a.m. - Gäste: Timothy Carhart („Ghostbusters“), Jennifer Runyon („Ghostbusters“, „Das turbogeile Gummiboot“, „Der Falke und der Schneemann“, „Endlich wieder 18“), Aimee Richardson („Game Of Thrones“), Monty Arnold („Deponia“, „Abe`s Odyssee“, „Dungeons 3“), Lucy Shaddix, Chan & Sarah, Die Meeries, Steffen Anton (The German Barney) sowie die Cosplayer Bakka Cosplay, Lilly Fortune, Sk Cosplay, Young Avengers, Raptobot, Miss Convertible, Ghostbusters, Evelyncosplay, 405 th und Kittysocosplay und die Streamer Stefaniahades, Alexa081992, Zesschen und MemoTVde
Siehe dazu auch https://blog.montyarnold.de/2018/08/11/film-und-comiccon-1/

2017

"Die Weddingers" - Eine Superheldenkomödie vom Prime Time Theater Berlin mit: Oliver Tautorat (Captain Wedding / Göttervater Ödin), Daniel Zimmermann (Ayran Man / Kalle, vorher), Philipp Lang (Thür / Dr. Claus Müller / Felix Müller), Robert F. Martin (Volker Ley / der unglaubliche Volk / der Konformist), Noémi Dabrowski (Emo Girl / Dr. Ölgür), Cynthia Buchheim (Rote Witwe); Buch: Philipp Lang, Video: Marc Poritz, Regie: Alexandra Marinescu, Philipp Hardy Lau
Nach glorreichen Schandtaten in den 30er und 40er Jahren ist er wieder da: ein maskierter Superschurke namens "Der Konformist" will die Berliner Bürger zu Gesichtslosen gleichschalten und Berlin, wie wir es kennen, zerstören. Die Superhelden des „Gutes Wedding, schlechtes Wedding“-Universums müssen sich zusammenschließen, um die bunte Vielfalt Berlins zu retten. „Ayran Man“ alias Ahmed Ölgür und „Captain Wedding" alias Kalle Witzkowsky bekämpfen gemeinsam mit vier weiteren Superhelden diesen mysteriösen Gegner - wenn sie sich nicht untereinander in den Haaren liegen, denn normalerweise kämpft jeder allein und kann sein Ego pflegen ... - Rolle: Sprecher des Prologs / Hinzugezogener Fachmann zum Thema "Marvel-Superhelden im Silver Age"

"Seriale 2017" - Erstes IndieSerienFestival Gießen - In der ersten internationalen Ausgabe des Festivals für unabhängige Internet-Serien wurden ausgezeichnet: Honorable Mention für "Blind Data", Special Jury Awards für "Talking to Grandma" und "Capitol Hill", Jarod Joseph in "Coded" als bester Schauspieler, Caris Vujcec in "The Pepper Project" als beste Schauspielerin, Lucie Tournant mit "Weakness" für die beste Regie und "Wishlist" als beste Serie. - Moderation

„Es bleibt schwierig ..." Wörter und Musik für starke Nerven von und mit Viktor Hacker und Armin Sengbusch im "Kukuun", Hamburg, Gast: Monty Arnold - Lesung zweier literarischer Texte: ein Kapitel aus "Die Hummel, die zuviel wusste" und das Finale der phantastischen Erzählung "Defragmentierung"

"Der Kinderfresser" Hörspiel von Klaus Strenge, Live gelesen im Rahmen der lit.COLOGNE 2017 im Klaus von Bismarck Saal , WDR-Funkhaus mit den Sprechern: Dietmar Bär (Erzähler), Waldemar Kobus (Kinderfresser), Monty Arnold (Kaffter / Harold van Zimt), Hella von Sinnen (Bilndenschweinchen / Prolog), Volker Niederfahrenhorst (Frosch im Hals), Lars Oberhäuser (Gakkola), Markus Maria Profitlich (Hustenmacher Knochenschuh), Noe Marie Vondey (Cilly van Zimt), Nina Vorbrodt (Delia van Zimt / Monsterchen), Geräusche: Dieter Hebben, Live-Musik: Klaus Strenge und Peter Wieschermann, Regie: Klaus Strenge
Fantasie kann man nie genug haben! Cilly hat Angst vor einem Monster unter ihrem Bett. Doch ihre Familie, allen voran Papa, will ihr den "Monsterquatsch" ausreden. Aber dann kriecht eines Nachts das Monster unter ihrem Bett hervor, schnappt sich die verängstige Cilly und fliegt mit ihr in die Nacht davon. Das Monster, der Kinderfresser, stellt sich schon bald als zwar rau wirkendes, tatsächlich aber äußerst hilfsbereites Wesen heraus. Ihm und seinen Freunden Blindenschweinchen und Frosch im Hals geht es einzig darum, Kinder von ihrer Angst zu befreien. Doch dieses Mal kommt es anders, denn der gemeingefährliche Hustenmacher entführt Cillys Vater aus der Menschenwelt. Und damit beginnt für die vier ein turbulentes Abenteuer, in dem nicht nur Cilly über ihren Schatten springen muss, damit die Geschichte gut ausgehen kann ...

”remember me” - 3. Benefizkonzert zugunsten der T28 Kinder Tagesklinik Berlin in der Forum Factory, Zusammenstellung und Organisation: Bernard J. Butler, Moderation: Monty Arnold, Schirmherrschaft: Prof. Dr. Rita Süssmuth, Dr. Christian Hanke; im Programm: "Duotone": Bernard J Butler und Florian Korty mit Ausschnitten aus dem Programm “All that Jazz”, Jochen Schwemm (Gitarre), Darren Perkins (Soul und Jazz) mit Antonio Bravo (Gitarre), Joachim Wrig (Michael Jackson-Double), Carlos Fassanelli (Latin Pop & Jazz), Azusa Nakaoka (Sopran), Mano (Französische Chansons), Nasser El-Ahmad (Zeremonienmeister des Candlelight Memorial), Grußworte von Bezirksbürgermeister a.D. Dr. Christian Hanke und Renate Künast

2016

Moderation der 2. Seriale – Erstes IndieSerienFestival Gießen am 3. und 4.6.2016 - "Das Festival speziell für Independent-Serien, die in Deutschland produziert oder in deutscher Sprache gedreht wurden. An zwei Tagen werden die Serien im Kino gezeigt. Die innovativste Idee erhält den Preis einer Fachjury. Ziel des Festivals ist, die vielfältige Serienlandschaft im deutschsprachigen Raum auch außerhalb des kommerziellen Fernsehens sichtbar zu machen und die Filmemacher miteinander zu vernetzen. Ins Leben gerufen wurde Die Seriale von den beiden Film- und Serienmachern Dennis Albrecht („Filmstadt“) und Csongor Dobrotka („Number of Silence“). Das Programm lief im Kinocenter Gießen, das als Veranstaltungspartner beim Festival auftrat. Die Jury kürte „Endzeit“ von Jan und Anna Groos zur Besten Serie. Neben ihnen stehen Dirk Rosenlöchner (Beste Serienidee: "Discocalypse") und ganz rechts Thomas Zeug (Beste technische Realisation: "2 Aliens").

"Freie Universität St. Georg" - Mit Gastbeiträgen aus Forschung und Kissenschlacht im Polittbüro Hamburg (Erste Ausgabe) - Michel Abdollahi und Sebastian Krämer begrüßen Monty Arnold mit einem Vortrag zur Geschichte unserer Unterhaltungskultur. Dieser wird - wie üblich - umrahmt von Lied- und Filmbeiträgen. Ferner wird über das Werk von Kollegen hergefallen und der Schabernack nicht ausgeschlossen,  eine Brücke geschlagen zwischen Pflaster und Pflasterstein, zwischen Lach- und Sachgeschichte, zwischen Varieté und Universität, was dem Wortsinn nach eigentlich dasselbe ist. - Ich referierte zur Einführung des Tonfilms und durfte "Young At Heart" (Sinatra) und die Krämer-Chansons "Gardinenpredigt" und "Alpo, der Waldgeist" vortragen.

„Es spricht zu Ihnen das Chanson“ - Ein Abend für Joe Luga von Monty Arnold mit Jürgen Strohschein - Er war einer der umtriebigsten Chansonkünstler des Nordens, ein echter Überlebender der „Goldenen Zwanziger“ und ein Kollege, der für so viele Kontakte in der Szene sorgte, als hätte es Facebook schon gegeben. Jürgen Strohschein läßt den unvergessenen Joe Luga wieder aufleben – mit seinen Liedern und Abenteuern. Und er tut das an historischer Stätte: in den Weinstuben am Großneumarkt. Ein Abend zum Neu- und Wiederentdecken solcher Hits wie „Das gelbe Sofa“, „Ich brauch‘ Zigaretten“ und „Der Csárdás“ – und vieler anderer Chansons, die man nicht (mehr) alle Tage hört, ein Brett’l-Programm garantiert ohne Zeigefinger, „Neandertaler“ und Haifisch mit Zähnen! – Am Klavier: Ulrike Lippe

Gastauftritte

"Superwoman" - Gayle Tufts rettet die Welt – zumindest für einen Abend. - In ihrem Programm aktiviert die bekannteste in Deutschland lebende Amerikanerin alle ihr zur Verfügung stehenden Superkräfte, um uns „the Power of Showbiz“ nahezubringen. „Miss America“ Tufts erklärt mit viel Musik, Tanz und Comedy die berauschende Wirkung von Superfood und gibt Halt in Zeiten der unverständlichen Wahlen. Sie erklärt the politics of dancing mit virtuosem Wortwitz in mindestens zwei Sprachen und überlegt sogar, aus politischen Gründen ihren Namen zu ändern. - Enthusiastisch, bodenständig, menschlich, selbstironisch und rundum liebenswert bündelt sie die Kraft ihrer großen Vorbilderinnen und führt den ultimativen Kampf gegen die Sehnsucht nach einfachen Antworten. Gayle Tufts feiert die Heldinnen des Alltags und gibt die Hoffnung nicht auf, eines Tages doch fliegen zu können. Zwischen Magic Unterwäsche, Grünkohlsmoothies und vollem Körpereinsatz gewährt Gayle Tufts Einblicke in die Glitzerwelt der verantwortungsvollen Frau von heute! - Musik und Originalsongs: Marian Lux, Tanz: The Superhelden Dance Crew - Rolle: Off Stimme im Opening Teil 1 und 2

2015

Moderation

die Seriale – 1. IndieSerienFestival Gießen am 12. und 13.6.2015 - "Das Festival speziell für Independent-Serien, die in Deutschland produziert oder in deutscher Sprache gedreht wurden. An zwei Tagen werden die Serien im Kino gezeigt. Die innovativste Idee erhält den Preis einer Fachjury. Ziel des Festivals ist, die vielfältige Serienlandschaft im deutschsprachigen Raum auch außerhalb des kommerziellen Fernsehens sichtbar zu machen und die Filmemacher miteinander zu vernetzen. Ins Leben gerufen wurde Die Seriale von den beiden Film- und Serienmachern Dennis Albrecht („Filmstadt“) und Csongor Dobrotka („Number of Silence“). Das Programm läuft im Kinocenter Gießen, das als Veranstaltungspartner beim Festival mitwirkt. Weitere Veranstalter sind DOBAGO FILM, Gießen und „Dennis Albrecht Film, Hamburg. Gefördert wird das Festival vom Kulturamt der Universitätsstadt Gießen. Unterstützt wird das Festival von UnsereSerien, einem Verbund unabhängiger Serienmacher in Deutschland. Wir möchten seriell Erzählen und uns gegenseitig helfen, dazu passende Formate zu schreiben, zu inszenieren, zu produzieren und insbesondere zu publizieren." Anfang September kam Berlin mit dem "Webfest" ein klein wenig später. Näheres zum Verlauf des Festivals und den Beiträgen unter http://blog.montyarnold.de/2015/06/12/die-seriale-1/und blog.montyarnold.de/2015/06/13/die-seriale-2/http://www.die-seriale.de/index.php/serien

2014

Ein früher Plakatentwurf - Daniel sieht viel netter aus.

„Das halbnackte Grausen“ - Geschichten von bösen Wichten - Solokabarett von Daniel Helfrich - Unser Leben ist reich an Schuften und Nervensägen, an fiesen Elementen, die unsere persönliche Entwicklung blockieren, uns betrügen oder wenigstens den letzten Nerv rauben möchten. Unmenschen und Wüstlinge dominieren die Geschichtsbücher, und in Literatur, Theater und Kino sieht es nicht besser aus. Ist das nicht schrecklich? Nun, es ist auch furchtbar komisch. In seinem dritten Klavierkabarettprogramm beleuchtet Daniel Helfrich das Böse aus einem oft vernachlässigten Blickwinkel und verbindet hierbei Gesellschaftssatire und literarisches Kabarett mit Trash und Camp, durcheilt verschiedene Musikepochen und Präsentationsstile. Wir treffen auf lebende, tote und mythologische Finsterlinge, gehen zusammen in die Oper (nicht erschrecken!), ins Kino, ins Bundeskanzleramt und sogar zu einer monster-frühen Disney-Preview. - Zum ersten Mal seit 14 Jahren konzipierte und schrieb ich wieder ein abendfüllendes Bühnenprogramm - dank meinem Auftraggeber Daniel Helfrich, der bisher in Eigenregie gearbeitet hatte und sich auf dieses Abenteuer einließ. Zusammen mit ihm kümmerte ich mich diesmal auch die Vertonung der Songs - bisher hatte ich vor allem klassische Songs neu betextet oder meine Pianisten im Alleingang vertonen lassen. Das so entstandene Material hätte für 4 Stunden gereicht (- das ist nicht unüblich bei solchen Arbeitsprozessen). In ihrer letztlichen Form enthält die Show nun auch zahlreiche von Daniels eigenen Nummern. - Video: Meine Augen schaun Dich an: http://www.youtube.com/watch?v=MQF_u6Cf_tY  -  Demo Video: Das halbnackte Grausen (Januar 2014): http://www.youtube.com/watch?v=-wBDzFmBGcY  -  Links zu den kompletten Kritiken:http://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/lemfoerde/potpourri-schurkerei-3379567.html  -  http://www.goettinger-tageblatt.de/Nachrichten/Kultur/Kultur-vor-Ort/Kabarettist-und-Comedian-Daniel-Helfrich-im-Goettinger-Apex - Termine auf www.daniel-helfrich.com

2013

„Prototyp“ - Live-Lesung des gleichnamigen Comics von (und mit) Ralf König in der Kölner Kulturkirche mit 816 Bildern! Beteiligt sind: der Autor selbst, als Adam und als Gott, sowie als Gäste Hella von Sinnen, Trägerin des Deutschen Comedy-Preises, in der Rolle der Eva, und Monty Arnold in der Rolle der Schlange Luz. «Prototyp» ist Ralf Königs Version der Schöpfungsgeschichte. Es gibt zwei Akteure: Adam und die Schlange, dazu eine gesichtslose Stimme von oben, die Fraktur redet – Gott. Und dazu kommen dann, nun ja, Eva und die Folgen. «Prototyp» bildet mit den Folgebänden «Archetyp»  und «Antityp» eine Trilogie, in der sich Ralf König mit religiösen Befindlichkeiten auseinandersetzt. - www.ralfkoenig.com / www.facebook.com/ralfkoenig

2011

"Der Operettenolymp" - Eine Gala für die Operette im Großen Haus des Musiktheaters im Revier, Gelsenkirchen – Programm mit Glanzlichtern aus Pariser Leben (Offenbach), Der Vogelhändler (Zeller), Gasparone (Millöcker), Eine Nacht in Venedig (Strauss), Der Bettelstudent (Millöcker), Gräfin Mariza (Kálmán), Zigeunerliebe (Lehár), Die Csardasfürstin (Kálmán), Die Lustige Witwe (Lehár), Leichte Kavallerie (Suppé), Die Großherzogin von Gerolstein (Offenbach), Salome (Stolz), Die Herzogin von Chicago (Kálmán), Bruder Straubinger (Eysler), Viktoria und ihr Husar (Abraham), Giuditta (Lehár), Paganini (Lehár), Maske in Blau (Raymond), Der Vetter aus Dingsda (Künneke), Die Fledermaus (Strauß), Frau Luna (Lincke) und Orpheus in der Unterwelt (Offenbach) - Produktionsteam - Musikalische Leitung: Bernhard Stengel; Szenische Einrichtung: Sandra Wissmann; Kostüme: Andreas Meyer; Choreinstudierung: Christian Jeub; Licht: Patrick Fuchs; Dramaturgie: Anna Grundmeier; Opernchor des MiR, Neue Philharmonie Westfalen; Solisten – Sängerinnen: Almuth Herbst, Karola Pavone, Noriko Ogawa-Yatake, Dorin Rahardja, Petra Schmidt; Solisten – Sänger: Michael Dahmen, Joachim G. Maass, E. Mark Murphy, Piotr Prochera, Lars-Oliver Rühl, Tanzsolisten: Marika Carena und Jakub M. Spocinski; Moderation: Monty Arnold - 3 Aufführungen / in deutscher Sprache - Aufführungsdauer: ca. 2 h 40' (eine Pause)

2010

„Kommissar Dobranski“ – Folge 2: „Die Balkan-Connection“ – Live-Hörspiel. Buch: Micky Schröder. Regie und technische Umsetzung: Marko Peter Bachmann und Sebastian Steffens – Horst Dobranski: Konrad Halver; Kollegin Schütz: Elga Schütz; Marianne: Marie Biermann; Kroate/Obergangster: Robert Missler; Oma Else: Irmgard Jedamzik; Pillen Paule: Robert Missler; Charly Baumann: Alex Grimm; Armin Schönweide/Portier: Monty Arnold; Kollege/Rakete: Marko Peter Bachmann; Darko: Alex Grimm; Kroate: Monty Arnold; Heinz: Konrad Halver - Ein durchgeknallter Junkie hat Dobranskis Kollegen schwer verletzt und sich dann in den Tod gestürzt. Der Junkie war vollgepumpt mit einer neuen, hochwirksamen Speedvariante! Bei seinen Nachforschungen gerät Dobranski in einen Strudel aus Folter und Gewalt, aus dem er selbst fast nicht wieder heil herauskommt. Kommissar Horst G. Dobranski ist ein harter Knochen, der nicht zögert, von der Dienstwaffe Gebrauch zu machen. Aber er hat das Herz auf dem rechten Fleck. Sein Revier ist Hamburg. Dobranski muss sich nicht nur mit dem alltäglichen Polizistenleben, Dealern, Mördern und sonstigem Ungeziefer auseinander setzen, sondern schlägt sich auch mit den Problemen eines geschiedenen Vaters eines schwulen Sohnes herum.

„Kommissar Dobranski“ – Folge 3: „Der vierte Mann“ – Live-Hörspiel. Buch: Sebastian Steffens. Regie und technische Umsetzung: Marko Peter Bachmann und Sebastian Steffens - Horst Dobranski: Konrad Halver; Kollegin Schütz: Elga Schütz; Kollege: Pascal Finkenauer Stadtrat Kümmerlich: Monty Arnold; Tino (der Chef) Robert Missler; Patsche (der Gewalttätige): Marko Bachmann; Oma Else Irmgard Jedamczik; Filialleiter Harmsen: Alex Grimm; Mustafa Üglü: Monty Arnold; Jimmy Klausen: Robert Missler; Heinz: Konrad Halver – Schmierenreporter Jimmy Klausen wird in Stücke gehackt in einem Fleischtrog im Neuen Schlachthof gefunden. Als kurz darauf die Deutsche Bank von drei Gangstern überfallen und seine Mutter als Geisel genommen wird, ahnt Dobranski nicht, in welch perfidem Zusammenhang beide Fälle stehen. Die Spur führt zur Villa des „vierten Mannes“.

2009

„Kommissar Dobranski“ – Folge 12: „Familienbande“ (Alternativ-Titel:  „Das Patenkind “) – Live-Hörspiel. Buch: Susanne Bartsch – Präsentiert von Rocko Schamoni - Regie und technische Umsetzung: Marko Peter Bachmann und Sebastian Steffens. Horst Dobranski: Konrad Halver, Hansen: Ulf-Karsten Schmidt; Marianne: Nathalie Wernsing; Theo: Monty Arnold; Jenny (Tochter) / Chantal: Sonita Sodhi; Vargas / Donnie: Robert Missler; Barkeeper: Pascal Finkenauer; Heinz: Konrad Halver.  - Als Dobranski sich mit seiner Ex und seinem Sohn auf einem unfreiwilligen Familienausflug befindet, glaubt er bereits in der Hölle zu sein, doch die steht ihm erst noch bevor. Seine geschiedene Frau wird von einem der übelsten Kiezkönige Hamburgs entführt. Schafft Dobranski es nicht, dessen Tochter zu befreien und dem Kiezpaten zurück zu bringen, wird er seine Marianne nicht lebend wieder sehen! Ohne auch nur eine Sekunde zu zögern, macht Dobranski sich an die Arbeit und geht dabei selber fast vor die Hunde.

„Kommissar Dobranski“ – Folge 11:  „ Der falsche Franzose“ – Live-Hörspiel. Buch: Raimon Weber – Regie und technische Umsetzung: Marko Peter Bachmann und Sebastian Steffens - Horst Dobranski: Konrad Halver; Kollegin Schütz: Elga Schütz; Theo: Monty Arnold; Oma Else: Irmgard Jedamzik; Joschka Pfisterer: Marko Peter Bachmann; Jean-Pierre, der falsche Franzose: Robert Missler; Alexander: Alex Grimm; Nikolos: Rüdiger Schulzki; Levan: Robert Missler; Tengis: Monty Arnold; Gloria / Angestellte im Sex-Shop: Tanja Dohse; Papagei: Monty Arnold; Heinz: Konrad Halver – Am Millerntor wird eine kastrierte Leiche gefunden. Das Motiv: Unklar! Wer wollte den stadtbekannten Kleinganoven Joschka Pfisterer an die Wäsche? Und was hat sein windiger Busenfreund Jean-Pierre mit dem Fall zu tun? Die Lösung des Falls wird für Dobranski zum "einschneidenden" Erlebnis...!

2008

„Kommissar Dobranski“ – Folge 10:  „Ein Heim für Hajo“  – Live-Hörspiel. Buch: Susanne Bartsch. Regie und technische Umsetzung: Marko Peter Bachmann und Sebastian Steffens – Horst Dobranski: Konrad Halver; Tom Hansen: Ulf-Karsten Schmidt; Gabi / Doreen: Tanja Dohse; Clausen / Paketmann: Monty Arnold; Hajo / Knast / Uwe: Robert Missler; Marianne: Reinhilt Schneider; Heinz: Konrad Halver - Diesmal muss Kommissar Dobranski einen besonders ekelhaften Mordfall lösen: Ein seit Monaten vermisster Ex-Knasti taucht unter grausigen Umständen wieder auf: Seine Leiche wird zerstückelt in einem See entdeckt. Verdächtige gibt es viele, aber kein schlüssiges Motiv. Dobranski ist ratlos. Als ein zweiter Knasti verschwindet wird Kommissar Hansen als anonymer Ermittler in den Bau geschleust. Dadurch lichtet sich das Dunkel nicht sofort vollständig, aber Hansen hat viel Spaß in seiner neuen Umgebung ...

„Kommissar Dobranski“ – Folge 7:  „Außer Kontrolle“  – Live-Hörspiel. Buch: Susanne Bartsch. Regie und technische Umsetzung: Marko Peter Bachmann und Sebastian Steffens – Horst Dobranski: Konrad Halver; Tom Hansen: Ulf-Karsten Schmidt; Theo: Monty Arnold; Peter Ranzow: Robert Missler; Max Rausch: Kalle Geisendorf; Verbindungsbruder: Asad Schwarz-Msesilamba; Rene Bergmann: Tom Steinbrecher; Imee Bergmann / ihre Mutter: Marion v. Stengel; Heinz: Konrad Halver - Ein Kioskbesitzer wird brutal gefoltert und mit Spiritus vergiftet, seine philippinische Frau und sein Baby sind verschwunden. Dobranski ermittelt. Als ein zerstückelter Student aufgefunden wird, scheint alles auf einen irren Mörder hinzuweisen. Dobranski kommt einem tödlichen Duo aus der Studentenverbindung auf die Spur...

2005

Dieter Landuris, Axel Herrig, Monty Arnold als "Kings Of The Road"

"Die Drei von der Tankstelle" - Bühnenfassung der gleichn. Tonfilmoperette von Franz Schulz und Paul Frank (Drehbuch), Werner Richard Heymann (Musik) und Robert Gilbert (Songtexte) mit Katharine Mehrling ("Pinkelstadt", "Piaf" - als Lilian Cossmann), Axel Herrig ("Falco meets Amadeus" - als Kurt Anatol von Waldbach-Windberghausen), Dieter Landuris ("Alles ausser Mord", "Linie 1" - als Willy Hellwig), Monty Arnold (Hans Mühlheim), Andreas Mannkopff (Direktor Cossmann), Sylvia Wintergrün (Nachtclubbesitzerin Edith von Turoff), Boris Freytag (Rechtsanwalt Dr. Calmus) und Eric Minsk ("Lockere Geschäfte" - als Frl. Mondschein, Gerichtsvollzieher, Chauffeur) - Als die drei Lebemänner Willy, Kurt und Hans von ihrer letzten Weltreise zurückkehren, stellen sie fest, dass sie ihr gesamtes Vermögen durch den großen Börsenkrach verloren haben. Nachdem ihr Hab und Gut gepfändet wurde, bleiben ihnen nur noch der Hund und ihr Auto, welches sie – nachdem ihnen auf einer vielbefahrenen Landstraße das Benzin ausgeht – verkaufen, um die Tankstelle "Zum Kuckuck" zu eröffnen. Beim Dienst wechseln sie sich ab und lernen unabhängig voneinander die reiche und attraktive Lilian Cossmann kennen. Sie verlieben sich in sie, doch jeder hält seine Bekanntschaft vor den anderen geheim. Lilian liebt bloß Willy und lädt die Drei gleichzeitig in den Nachtclub von Edith von Turoff ein, um Klarheit zu schaffen. Nachdem Willy auf den Sieg verzichtet, hat Lilian einen Plan ... - Die musikalische Leitung lag in den Händen von Arrangeur und Pianist Carsten Gerlitz, der u. a. für Gitte Haenning, Max Raabe oder Katja Riemann als Arrangeur tätig ist. Christian Struppeck, weiland Artistic Director bei STAGE ENTERTAINMENT, hat das auf der Ufa-Verfilmung beruhende Buch behutsam überarbeitet und für eine enge Verbindung von Text und Songs gesorgt. Außerdem wurde das Stück mit den Heymann-Hits "Liebling, mein Herz lässt Dich grüßen", "Ein Freund, ein guter Freund", "Hallo, Du süße Frau" für die Neuproduktion am Schlossparktheater um weitere Songs aus der Feder Werner Richard Heymanns erweitert. Die Tochter des Komponisten Werner Richard Heymann, Elisabeth Trautwein-Heymann, betonte, wie sehr dies im Sinne ihres Vaters sei, der die gesamte Musik des Film als mit der Handlung eng verwobenes musikalisches Psychogramm der Motive Kameradschaft, Liebe, Entertainment verstanden wissen wollte. - Regie: Andreas Gergen, Produktion: Stage Entertainment / Schloßparktheater Verlin - c.a. 100 Aufführungen

2003

Moderation

„Hollywoods Golden Film Musicals“ - Kleine Konzertreihe mit der Rheinischen Philharmonie: Monty Arnold führt durch die Geschichte des Filmmusicals und singt mit den Solisten Marlen Smith (Sporan) und Kermit Gray (Bariton), es dirigiert Brynmor Jones. (Details siehe Eintrag 2000)

Gastauftritt

"Mainzer Comedy Night 2003" mit Martin Schneider, Ingo Appelt, Willy Astor, Moderation: Monty Arnold - Diese Mix-Show in Mainz (meiner neben Köln häufigsten Spiel-Stadt) war der letzte Auftritt im Rahmen meiner Kabarettisten- und Comedy-Laufbahn.

2002

Moderation

Verleihung des "Max Ophüls Preis" in Saarbrücken. Dieses 23. war das letzte Max Ophüls Festival der Gründungsmannschaft um Albrecht Stuby und seine rechte Hand Ewald Blum, der sich nun als "Elfriede Grimmelwiedisch" der regionalen Kabrettbühne zuwandte.
Die Preisträger waren "Mein Russland" von Barbara Gräftner (Bester Film), Michael Finger in "Utopia Blues" (Bester Darsteller), Marie-Luise Schramm in "Mein Bruder, der Vampir" (Beste Darstellerin), "Du und ich, wir könnten einander gehören" von Sven Harguth (Bester Kurzfilm), "Richtung Zukunft durch die Nacht" von Jörg Kalt (Spezialpreis der Jury), "Vollgas" von Sabine Derflinger (Preis der Sponsoren), "Utopia Blues" von Stefan Haupt (Bestes Drehbuch), "Fickende Fische" von Almut Getto (Preis des Ministerpräsidenten), "Vollgas", Kostüme: Monika Buttinger (Femina Film Award), "Utopia Blues" von Stefan Haupt (Interfilm Award), "Die Unerzogenen" von Malin Schwerdtfeger (Buch) und Pia Marais (Regie) (Nachwuchspreis der ARD), "Mein Bruder, der Vampir" von Sven Taddicken (Publikumspreis).

Solo-Kabarett

Heino und die Horrorwesen“ - ein Abend mit Szenen von Heino Jeager, ausgesucht und vorgetragen von Monty Arnold - Diese kleine Hommage an den großen Meister brachte es auf einige wenige Aufführungen in Hamburg und Umgebung und wollte nicht als Hinweis verstanden werden, ich wollte zur Bühne zurückkehren.

2001

Moderation

Verleihung des "Max Ophüls Preis" in Saarbrücken - Die Preise gingen an: Bester Hauptdarsteller an Florian Stetter für "L'amour", Beste Hauptdarstellerin an Jana Thies für "Stiller Sturm", Bester Kurzfilm an Florian Mischa Böder für "Ich muß gehen", Bestes Drehbuch für "Birthday" an Stefan Jäger, Preis des Ministerpräsidenten für "Der Überfall" an Florian Flicker, Femina Film Award für "L'amour" an Sophie Maintigneux (Kamera), Preis der Sponsoren für "Als Großvater Rita Hayworth liebte" an Iva Svarcová, Interfilm Award für "Alaska.de" an Esther Gronenborn, Publikumspreis für "Birthday" an Stefan Jäger. Der Sieger des Jahres war "Das weiße Rauschen" von Hans Weingartner.

„Hollywoods Golden Film Musicals“ - Kleine Konzertreihe mit der Rheinischen Philharmonie: Monty Arnold führt durch die Geschichte des Filmmusicals und singt mit den Solisten Marlen Smith (Sporan) und Michael Kupfer (Bariton), es dirigiert Michael Dixon.

"Vom Lemmes gepickt" - Ein saarländisches Heimatprogramm - Soloprogramm - Begleitet von Hans Peter Reutter, kam einmalig diese Nummernrevue zur Aufführung, die sich gewissermaßen als Abschluß meiner langjährigen Haus-Kabarettisten-Tätigkeit für den SR und für meinen Lieblingsredakteur Lutz Hahn verstand. Der SR machte einen Mitschnitt und sendete Auszüge. Einige der Nummern waren bereits in der Funkreihe "Auf in den Keller" erklungen, etwa die Hälfte war neues Material.

Gastauftritt

"Die Vorleser im WDR" - ein Poetry Slam von und mit Jess Jochimsen: Augen und Ohren auf für komische Literatur beim Köln Comedy Festival! - Wieder verwandeln ein halbes Dutzend angenehme Menschen die "Comedia Colonia" in eine Bühne des gepflegten Vorlesens. Zu hören gibt es gewohnt groteske Stadtgeschichten, irrwitzige Glossen und abartige Gedichte - dazu ein, zwei melancholische Getränke und fertig. Diesmal lädt Jess Jochimsen z.B. folgende Vorleser ein: Monty Arnold, Johann Könich, Jochen Malmsheimer. Was sie vereint: sie bieten grandiose Vorleseliteratur in allen denkbaren Facetten: mal zum Brüllen komisch, mal voller Verzweiflung, mal provozierend zynisch, mal hoffnungslos idealistisch - im besten Fall alles zugleich. Der WDR zeichnet das Ganze auf und sendet es in voller Länge.

2000

Moderation

Verleihung des "Max Ophüls Preis" in Saarbrücken - der Preis für den besten männlichen Hauptdarsteller ging an Marco Girnth (Foto) für "Holgi" - weitere Preise gingen für Beste Hauptdarstellerin an Henriette Heinze in "Tolle Lage", Bestes Drehbuch für "Nordrand" an Barbara Albert, Preis des Ministerpräsidenten für "Paul Is Dead" an Hendrik Handloegten, Femina Film Award für "Nordrand" an Christine A. Maier (Kamera), Interfilm Award für "Verzweiflung" an Marcus Lauterbach, Publikumspreis für "Tuvalu" an Veit Helmer, Preis der Sponsoren für "Nordrand" an Barbara Albert. Für seinen Kurzfilm "Dobermann" wurde Florian Henckel von Donnersmarck ausgezeichnet. Der Sieger des Jahres war "Verschwinde von hier" von Franziska Buch.

„The Night Of Hollywood's Golden Film Musicals“, Konzert der Rheinischen Philharmonie, Koblenz unter der Stabführung von Michael Dixon mit den Gesangssolisten Marilynn Smith (Sopran), Kermit Gray / Michael Kupfer (Beriton), Intendanz: Rainer Neumann - Ich durfte nicht nur durch den Abend führen und mitsingen, mir oblag auch die Programmauswahl. All das ist mir bis heute eine große Ehre, die ich kaum fassen kann. Ich mußte natürlich darauf achten, dem Publikum ausreichend Ohrwürmer und Evergreens zukommen zu lassen, setzte aber durch, dass es ein drei-Song-Set aus "Kismet" gab, meinem Lieblingsmusical (- von dem mir bewußt ist, dass es so gut wie niemand kennt). Die Publikumsreaktionen gaben mir recht, es war ein Highlight des Abends, besonders "Rahadlakoom", das fetzige Duett von Kermit Gray und Marilynn Smith.

"Hören Sie gerne Geschichten?", Promotion-Tour für den HörVerlag, München, Konzeption: Niels Alzen, Manuskript und Präsentation: Monty Arnold, am Klavier: Hans Peter Reutter

Gastauftritte

Im Rahmen des "10. internationalen Köln Comedy Festival" begrüßt mich mein Kollege Jess Jochimsen zu einem WDR 5-Poetry Slam. Außer Monty Arnold (Programmheft: "Hat untenrum das, was Tinky Winky obenrum hat." - ???) noch im Programm: Ahne Seidel ("der King der Berliner Lese-Szene"), Jochen Malmsheimer ("wurde bekannt als der bärtige Teil des Bochumer Duos Tresenlesen") und Johann Köhnich, der sich hier noch nicht "König" schreibt. Dieser hübsche Gag wurde ihm im Umgang mit Presse und Volksmund alsbald zu mühselig.

1999

Kabarett Solo

„Gruppenbild mit Alpha-Männchen“ – Soloprogramm - Hans Peter Reutter alias Dr. Bertie begleitete mich nach Mainz, um mit mir mein letztes Soloprogramm zu spielen. Es hatte keinen Roten Faden und provozierte einen der (in Quadratmetern gerechnet) größten Verrisse in der Gesichte des „Mainzer Unterhauses“, wie mir eine Kollegin aus dem KBB mitteilte. Immerhin enthielt es zwei Nummern, an die ich mich bis heute besonders gern erinnere: ein Interview mit einem fiktiven Zeichentrick-Pionier, den ich meinem Kollegen Joe Luga nachgebildet hatte, und die Marlene Dietrich-Parodie "Wie einst 'Tippi' Hedren".

Gastauftritte

„Haller Lach- und Krachtage“

„Internationales Filmfest Emden-Norderney“

„Leipziger Lachmesse“ - academixer-Keller Leipzig 

1997

Gastauftritte

"3. Internationales Comicfestival Hamburg"
, Moderation: Ernie Reinhardt als "Renate Schneider"

1996

Kabarett Solo

All that Arnold“ - Soloprogramm, aktualisierte Version des Best-Of von 1993. Es ist weitgehend auf der gleichnamigen CD eingefangen. Am Klavier: Hans Peter Reutter.

Musical

"Freak Out - The New Crazy Musical" (mit der Musik der 70er) im Schmidt's Tivoli auf der Reeperbahn - mit Linda Fields (Sharona), Carolanne Wright (Angie), Glenn Flavin (Robert), Maarten Flügge (Detlef), Kevin Weatherspoon (Charles), Sigrid Siewior (Wanda Koslowski), Paula S. Lange (Helga) sowie Marie Bergenholtz, Felicia Jackson, Stefano Bontempi, Marco Heinrich (The Spirit Of The Seventies) und Marc Bollmeyer, José Bourough, Gabriele Rau, Susanne Hayo, Hirsten Dohmen, Mirko Girmann, Fernand Delosch (Stage School Crazies); Idee: Steve Elenz, Steve Roy; Produktion: Oliver Wirtz; musikalische Leitung und Arrangements: Ron R. Welch; Choreographie: Randy Scott; Autor: James O. Andersson; Kostüme: Carlton Stovall; Licht- und Bühnendesign: Hilton Jones; deutsche Fassung: Lisa und Tobias Mandelartz, Monty Arnold; Sounddesign: Uli Hunst; Sound: veit Kenner; Bühnentechnik: Christian Broeker; Requisite: Claudia Dreier; Produktionsassistenz: Volker Jacobsen, Christian Langer, Laraine Heitel; Co-Regie: Jutta Elenz; Regie: Steve Roy - Freak Out erzählt von fünf Patienten, die nach 20 Jahren in tiefschlafähnlicher Starre in einer Klinik erwachen. Nur Oberschwester Koslowski weiß, was den Fünfen helfen könnte: die Musik der 70er Jahre, die Zeit in der sie jung waren, lebten und liebten. Aber die Chefin hat einen ganz anderen Plan: ihre hoffnungslosesten Fälle sollen von nun an in den Keller gesperrt und nicht weiter therapiert werden! Radiomoderator Felix und die Hilfsschwester Helga wollen helfen, aber ihre Angst vor der sadistischen Schwester Koslowski ist groß ... - Rolle: Mitarbeit an der deutschen Fassung

Gastauftritte

Hanns Dieter Hüschs Gesellschaftsabend“, 130. Folge der seit 1973 laufenden Sendereihe mit Hanns Dieter Hüsch und Gästen, am Klavier begleitet mich Sören Sieg (SR2)

Beitrag zu dem Buch „Scharfmacher – Das große Kochbuch für Schwule“ von Micha Schulze (Hrsg.); aus dem Inhalt: Das Kater-Frühstück von Lilo Wanders - Quickies offeriert von Charlotte von Mahlsdorf und Hella von Sinnen - Lustanregende Gerichte kredenzt von Wieland Speck und Ralf König - Was Marlene Dietrich und Zarah Leander am liebsten kochten - Desserts u.a. von Dirk Bach, Ralph Morgenstern und Georg Uecker. - Die Zeiten, da Schwulsein abendfüllend - oder sujettragend - waren, neigten sich schon dem Ende entgegen, als dieses Buch herauskam, eines der letzten Produkte dieser Art. (Bruno Gmünder Verlag)

1995

Kabarett Solo

„His Monster’s Voice“ - Ein Liederabend mit Schock-Effekten - Soloprogramm - Keines meiner Solos habe ich annähernd so gerne gespielt wie diese Parodie auf den 3. Akt eines meiner Lieblingsfilme „The Ladies’ Man“ von Jerry Lewis. Ein Homestory-Reporter schreckt die Operndiva Helen Welenmelon aus ihrem Ruhestand, um sie mit O-Tönen aus ihrer langen Karriere zu konfrontieren und sie ein letztes Mal singen zu hören. Parodien auf Filmszenen z.B. aus „Romanze in moll“ und „Der Mann der zuviel wusste“ und die Serien „Raumschiff Enterprise“ (Verzeiht mir, ich habe mit dieser inzwischen ausgeuferten Unsitte angefangen!) und „Popeye“ sowie eine Abrechnung mit der Liedermacherbewegung werden vom Stapel gelassen. Pianist, Arrangeur und tapferer Mitsinger war Sören Sieg.

Stummfilm Live

„Väter der Klamotte“ – das Stummfilm-Live-Programm mit Filmen von Laurel & Hardy von 1990 wird auf 4 Kurzfilme ausgedehnt und ist nun abendfüllend: Should Married Men Go Home? / Golfspieler im Morast (1928) - Eigentlich sollte Ollie nicht mit Stan auf den Golfplatz gehen; Two Tars / Blaue Jungs in Schwierigkeiten (1928) - Eine Studie über das Zerlegen von Kraftwagen; Their Purple Moment / Die Geldgierigen (1928) - Mit dem mühsam gesparten Geld wollten die Jungs heimlich in den Nachtclub; Big Business / Der geschändete Oberst (1929) - Weihnachtsbäume im Sommer, damit macht man sich James Finnlayson nicht zum Freund - Dieses inzwischen 25 Jahre alte Programm wird auf Zuruf noch immer von mir gespielt, am Klavier sitzt dann Hans Peter Reutter. Inzwischen ist dies für die jüngste Generation der einzige Weg, "Dick und Doof" noch (ungefähr) so zu sehen, wie es damals in Vorabendprogramm des ZDF möglich war. - Gesamtlänge ohne Pause: ca. 80 min.

1994

Kabarett Solo

„Der Rest ist für Sie“ – Soloprogramm - Abgesehen von einem inhaltlichen Running-Gag – auf real existierende TV-Moderatoren werden Attentate verübt, die von klassischen Krimiserienhelden aufzuklären bzw. zu vereiteln sind – hatte dieses Programm keinen Roten Faden. Es bescherte mir immerhin einen oft eingeforderten Zugaben-Dauerbrenner: das Verhör der nuschelnden Margarethe Schreinemakers durch Inspektor Columbo. Diese Nummer wurde sogar in einem Columbo-Fachbuch gewürdigt.

Gastauftritte

2. lesbisch-schwules Stadtfest“ in Berlin - außerdem dabei: Rainer Bielfeldt, Joe Luga, Ades Zabel, Olaf und Mutti, Feudel und Zischke, Steffan Boog und die Preddy Show Company.

Comedy Station“, Gastspielreihe im Hamburger Imperial-Theater. In diesem Hause, das sich vom Musical- zum Krimitheater wandelte, fand seinerzeit regulär der "Quatsch Comedy Club" statt, letzte Spielstätte dieser Veranstaltungsreihe, bevor sie nach Berlin umzog. 

1993

Solokabarett

„All That Arnold“ (2. Auflage) – Best-Of-Programm mit Nummern von 1987 – 93. Weitgehend verewigt auf der gleichnamigen CD (BMG / ariola)

Array
Popeye

Ensemblekabarett

„Mauschelei auf der Bounty“ – Ensemblekabarett von und mit "Herrchens Frauchen" (Lisa Politt und Gunter Schmidt), Monty Arnold und Dr. Bertie (Hans Peter Reutter), Lutz von Rosenberg-Lipinsky und Sybille Schrödter über die Kulturpolitik der Stadt Hamburg und das Leben als tingelndes Künstlervölkchen. (Auf die Geschichte von der beinahe gleichnamigen Meuterei wird in der Rahmenhandlung tatsächlich bezug genommen.) Mit den genannten Kollegen hatte ich soeben in Räumen der evangelischen Kirchengemeinde eine Kleinkunstbühne eröffnet. Das habe ich zwar nie als die Aufgabe eines Bühnenkünstlers betrachtet, aber in Hamburg bleibt einem ja nichts anderes übrig - eine Konsequenz, die so mancher gezogen hat, am erfolgreichsten die "Familie Schmidt". Ich übernahm nun für "unser Haus" die Pressearbeit und merkte bald, dass mir das ganz und gar nicht zusagte. Ich kündigte zum nächsten Herbst meinen Ausstieg aus dem Projekt an und erlitt noch am selben Abend einen Hörsturz, der mich zum sofortigen Rückzug zwang. Recht geschah mir! Seither mahnt mich ein Tinnitus, im Leben keine allzu faulen Kompromisse einzugehen. Unsere Bühne hieß "SchlapplacHHalde" - ein Name, wie er nur von einer basisdemokratischen Kommission verbrochen werden kann. So grauenhaft ich die organisatorische Eingebundenheit in den Theaterbetrieb fand, so viel Freude machten mir die Veranstaltungen, z.B. die zahlreichen Revuen mit Kolleginnen und Kollegen. Der Spielplan bot aber auch durchaus illustre Gastspiele, darunter Volker Pispers, Dr. Eckart von Hirschhausen, Käthe Lachmann und die Berliner "Teufelsberg Produktion" (so ziemlich das Komischste, was ich je live gesehen habe!). Wie Sie sicher wissen, haben "Herrchens Frauchen" nach dem Untergang dieser Spielstätte eine ungleich lebensfähigere Bühne in Hamburg eröffnet, das "Pollitbüro".

Gastauftritte

2. Summertime Festival“ in der Hamburger Kampnagel-Fabrik. 

1992

Kabarett Solo

„Alexis darf nicht sterben“, Soloprogramm - Situation-Comedy um den verschüchterten Waldo, der sich in Rückblenden einem Psychiater anvertraut. Seine inzwischen zerbrochene Wohngemeinschaft wurde nur von dem Umstand zusammengehalten, dass man allmittwochabendlich den „Denver-Clan“ zusammen anschaute. Die Pianisten Rainer Bielfeldt – der eigentlich lieber die „Golden Girls“ mochte – und Hans Peter Reutter unterstützten mich arbeitsteilig bei dieser Geschichte, in der u.a. ein Kabarettisten-Mörder auftritt, der beinahe tatsächlich gefasst wird - doch dann siegt die höhere Gerechtigkeit.

Gastauftritte

In der unterirdischen Kantine des Hamburger Schauspielhauses findet der erste "Quatsch Comedy Club" von und mit Thomas Hermanns statt. Die Comedians in der Programmfolge sind Monty Arnold, Hans-Peter Ritz, Wigald Boning, Gert Thumser, Dietmar Burdinsky und Georg Uecker, Ehrengast ist Brigitte Nielsen. Eine weitere Ausgabe wird dort mit ähnlicher Besetzung steigen, dann zieht die Veranstaltungsreihe für einige Jahre in den "Mojo-Club" auf der Reeperbahn um. Der Rest ist Geschichte, wie man so schön sagt.

Kondom des Grauens“ - Show des Meininger Puppentheaters nach dem Comic von Ralf König, Regie:  Claus Vinçon - mit den Stimmen von Gerd Köster (Luigi Mackeroni), Joschi Vogel (Billy), Iris Schleuss (Nutte), Monty Arnold, Hella von Sinnen, Pelle Pershing, Claus Vinçon u.a.m. Die fünf vermummten Darsteller bewegten annähernd lebensgroße Figuren vor einem schwarzen Hintergrund, von dem sich die Dekoration optisch gut absetzte. - In dem New Yorker Stundenhotel "Quickie" verliert ein College-Professor bei dem Versuch, Schülerin Phyllis zu verführen, seinen Schwanz. Für Inspector Luigi Mackeroni ist der Fall klar. Obwohl die Studentin steif und fest behauptet, daß ein Kondom die Mannespracht ihres Lehrers abgebissen hat, kommt für Mackeroni nur das Mädchen als Täter in Frage. Als er sich im gleichen Zimmer des Hotels mit dem jungen Stricher Billy vergnügt, beißt ihm das Killer-Kondom einen Hoden ab. Nun ist er selbst derjenige, dem nicht geglaubt wird - aber er hatte ja noch Glück. Im Gegensatz zu dreizehn weiteren Männern, die im nämlichen Hotel ihre Prachtstücke komplett einbüßen. Sie alle haben die billige Kondom-Hausmarke des Hotels benutzt. Luigi kann eines der Biester tatsächlich erledigen. Jetzt macht sein Boß Druck, denn der Präsidentschaftskandidat McGouvern kommt in die Stadt und die Killer-Kondome finden immer neue Nahrung ... - Ganz ehrlich, ich war Mitte der 80er Jahre der einzige in der Saarbrücker Schwulengruppe "KaHoS", der keine Freude an dem szenigen Comic hatte, der wie alle "Schwulcomix" bei uns die Runde machte. Während sich der Irrsinn der AIDS-Krise und ihrer befürchteten Folgen bei den anderen in Gelächter entlud, fand ich mein Coming Out auch ohne diese Zutaten schon kompliziert genug. Aber da hören meine Vorbehalte gegen König-Geschichten auch schon auf (- während mir die Lustverluste beim Umgang mit Kondomen geblieben sind). Im Jahr nach der Puppenshow war ich an einer Umsetzung seines meisterlichen "bewegten Mannes" beteiligt, noch später an der Bühnenfassung des "Prototyp". Mein absoluter Lieblings-Ralf-König steht noch im Regal, ohne dass ich ihn mitgestalten durfte: "Super Paradise". Drückt mir die Daumen, Freunde!

1991

Kabarett Solo

„Orpheus in der Einbauküche“ – Einpersonenstück - Einer der Lieblingsfilme meiner späten Jugendjahre – Hitchcocks „Fenster zum Hof“ – stand Pate bei dieser bösartigen Geschichte um einen Eigenbrötler, der die Nachbarschaft der gegenüberliegend rückwärtigen Häuserfront in Planquadrate eingeteilt und ihr neue Namen gegeben hat. Er wird sich im Laufe des Abends in einem langen Monolog, der von einigen Songs unterbrochen wird, als harmloser Schwätzer entpuppen, um dann wirklich ernsthaft wahnsinnig und gefährlich zu werden. Im Fantomas-Outfit wirft er eine Höllenmaschine an und verbreitet Angst und Schrecken – im für ihn erreichbaren Teil der Welt. Florian Noack spielte dazu die durch den Abend pochende und zirpende Szenenmusik von David Shire aus dem Film „Der Dialog“ von Francis Ford Coppola. - blog.montyarnold.de/2015/09/25/himmelfahrt-mit-blechschaden/

„Madame wünscht kein Aufsehen“ - Soloprogramm - „Zunächst mit Rainer Bielfeldt erarbeitet, später jahrelang hauptsächlich von Hans Peter Reutter begleitet, ist dieses Programm eine Verneigung vor dem von mir so geliebten Krimi-Genre. Der erste Teil wird umrahmt von der zwangsläufig unerfüllenden Beziehung des offensichtlich schwulen Lester-Julius zu Eliza, die über seine Neigungen immerhin von Anfang an im Bilde ist. Der zweite Teil des Abends ist ein komplettes Live-Krimi-Hörspiel mit dem Titel „Krümelmonster schlafen fest“, in dem u.a. Miss Marple, Bugs Bunny und Daffy Duck, Louis de Funès, Laurel und Hardy und Heinz Rühmann zusammen auftreten. Von da an wurde ich von lokaler Presse und Publikum hauptsächlich als Stimmenimitator wahrgenommen, was mir aber nichts ausmacht. (Ich bin ja auch selber schuld!) Ouvertüre beider Teile ist Miklós Rózsas letztes großes Filmthema „Dead Men Don’t Wear Plaid“, je nach Laune im Originaltext von Steve Martin oder in eigener deutscher Nachdichtung vorgetragen. Ein weiterer Titel daraus ertönt unter blog.montyarnold.de/2015/08/12/horror-im-parkett/

Gastauftritte

Kleinkunst auf Teufel komm raus“ - Das große Jubiläumsfestival 25 Jahre „Mainzer Unterhaus“ - Die 1963 von den ZDF-Mitarbeitern Carl-Friedrich Krüger und Artur Bergk und der Schuspielerin und Regisseurin Renate Fritz-Schillo gegründete Mainzer Kleinkunstbühne "unterhaus" war bis zum Siegeszug der Comedy, der nun bald einsetzen sollte, die unbestritten wichtigste Bühne für nicht-subventioniertes Sprechtheater und ist es im Bereich Kabarett bis heute. Sie war mir in den vergangenen Jahren zur beständigen Spielstätte geworden. Nur in der Kölner "Filmdose" habe ich häufiger und regelmäßiger gespielt.

"Deutschlandbilder - 5. Kampnagel Kabarett Festival" in Hamburg. Unter den Kollegen, die hier ihre Soloprogramme präsentierten, waren weiterhin Gerhard Polt, Anja Moritz, Mathias Richling, Ottfried Fischer, Bruno Jonas und ein eben zur Solo-Karriere ansetzender junger Kölner Schauspieler mit seinem Soloprgogramm "Edgar": Dirk Bach.

1990

Gastauftritte

Hanns Dieter Hüsch wird 65“ - Mein Auftritt auf der Geburtstagsgala des Meisters in der "Wolkenburg" in Köln war für mich ein weihevoller Moment. Ich war buchstäblich der einzige in der schillernden Gratulantenriege, von dem ich noch nie gehört hatte. Urteilen Sie selbst: Im Hauptprogramm Amelie Fried (Conférence), Piano Paul, Monty Arnold, Hans Scheibner, Reinhard Mey, Herbert Bonnewitz, Franz Hohler, Brarbara Thalheim, Franz-Josef Degenhardt, Mathias Richling, Konstantin Wecker, Thomas Freitag (zugeschaltet per Autotelefon); im Spätprogramm Norbert Gottschalk & Band mit Gitte Haenning.

Mayence Rosé“, Festival veranstaltet von der AIDS-Hilfe Mainz und den Mainzer Kammerspielen

Stummfilm Live

„Väter der Klamotte“ – Stummfilm-Live-Programm mit zuletzt vier Kurzfilmen von Laurel & Hardy von 1928/29, in den ersten Jahren am Klavier begleitet von Sören Sieg, später von Hans Peter Reutter - Ein Kollege vom Hannöver’schen Filmbüro brachte mich auf die Idee, die Solonummer, in der ich die ZDF-Stummfilmarbeit von Hanns Dieter Hüsch parodiere, doch mal zum laufenden Film zu präsentieren. So entstand dieses Programm, das nach mehr als 20 Jahren immer noch von Zeit zu Zeit läuft und somit länger existiert als meine aktive Bühnenlaufbahn insgesamt gedauert hat. Zunächst wurde nur der Film „Big Business“, in dem Stan und Ollie sich im sonnigen Kalifornien als Christbaumverkäufer versuchen, für die Live-Vertonung flott gemacht. Es folgten alsbald noch drei weitere Zweiakter, darunter der lange verschollene „Golfspieler im Morast“. Mit einem Häuflein Geräusch-Requisiten begleite ich die Filme, spreche dazu die – so gut es ging wiederhergestellten – Hüsch-Texte aus der klassischen ZDF-Vorabendserie „Väter der Klamotte“ möglichst synchron, und der Kollege am Klavier spielt punktgenaue Klavier-Arrangements der Musik aus dieser Serie vom grandiosen Fred Strittmatter. Von Zeit zu Zeit ruft mal wieder ein Kino an und bucht diesen Abend, und wenn ich Glück habe, kriege ich einen meiner Pianisten dafür. Es ist körperlich sehr anstrengend aber allweil eine Mordsgaudi!

Straßentheater

Einspringer bei der Benelux-Tournee der Comedytruppe "British Events" - das sind Corinne d'Cruz und Michael Banks - mit den Acts "The British School Of Archaeology" und "The Cannon Club". - Zu den Kollegen, die das frühe Programm des neu gegründeten "Schmidt"-Theaters auf der Reeperbahn bevölkerten, gehörte auch dieses köstliche Duo aus Bath, das seinerzeit seinen Sitz in Hamburg hatte. Im "Schmidt" spielten sie eine Indoor-Version ihrer Arbeit: "England, Their England". Bei ihrer üblichen Tätigkeit - Straßentheater, Walk-Acts und Outdoor-Abendspektakel - durfte ich sie im Sommer nach Holland und Belgien begleiten, was mir aus mehreren Gründen unvergeßlich bleiben wird. Ich hatte stets eine Aversion gegen Open-Air-Auftritte - hier habe sie wirklich genossen! - www.british-events.com/historye.htm

1989

Kabarett-Solo

"Solange es Männchen gibt" - Soloprogramm - Dieses erste abendfüllende Programm nach dem Wechsel in die Hansestadt wurde von Rainer Bielfeldt begleitet. Gleich nach der Uraufführung lobte uns ein Zuschauer für das gute Zusammensoiel, das ja von langjähriger Zusammenarbeit und entsprechender Vertrautheit zeuge. Diese lose Nummernrevue beschäftigte sich mit dem Geschlechterzwist. Rainer sang u.a. sein Chanson "Kauf dir eine Frau" solo.

Ensemble-Kabarett / Musical

„Comedia Strain oder Das Phantom der Schmiere“, Kabarett-Musical - Das Hamburg der Gegenwart (also Ende der 80er Jahre) - Die schwulen Off-Theaterleute Julius Oppermann und Barney Bernard haben eine prunkvolle Theaterruine auf St. Pauli übernommen, das Comedia Orpheum. Die Entertainerin Zonja Lamié (eine echte Frau, heterosexuell) tanzt den beiden alten Bewegungsschwestern mächtig auf der Nase herum. Diese sind nämlich mit ihren eigenen Konflikten beschäftigt: Julius ist strikt dagegen, Sponsoren zur Sanierung des Hauses heranzuziehen (- ein altlinker Refelex), obwohl es der einzige Ausweg aus dem bevorstehenden Ende des Projektes zu sein scheint, ein „richtig gutes freies Theater auf der Reeperbahn“ zu betreiben. Barney argumentiert so gut er kann, aber Julius setzt sich durch. Er ist nun mal der Macker in dieser (rein beruflichen) Partnerschaft. Er liebt sogar Fußball, während Barney auch schon mal den Fummel anlegt, um das Publikum zu unterhalten. Die beiden finden ihren gemeinsamen Nenner in der Vorbereitung einer großen Hausproduktion, deren Erfolg das Fortbestehen des Theaters gewährleisten könnte. Leider haben die beiden noch nicht mal ein Stück – sie hoffen, einer der für das Projekt gecasteten Darsteller könnte eins in der Tasche haben.
In jenen Tagen entdeckt der Inspizient Thomas Pichelsteiner, der selbst  Darstellerambitionen hegt, im Keller des noch immer nicht vollständig erschlossenen Gemäuers einen geheimnisvollen Herrn namens Bastian Cabouffe, einen Orchestermusiker, der vor langer Zeit einmal zum Haus gehört haben will und den eine vorerst unerzählte persönliche Tragödie in die Katakomben des Revuetheaters getrieben hat. Sein Gesicht verbirgt er unter einer brauen Papiertüte.
Die Leitung des Hauses entschließt sich, dieses herzzerreißende Schicksal künstlerisch auszuschlachten – die Engländer haben ja unlängst mit einem ganz ähnlichen Stoff auch viel Geld verdient. Zonja, die gehofft hatte, die Hauptfigur des geplanten Stückes zu werden, sieht sich ausgebootet und sinnt auf Rache. Monsieur Cabouffe, ein reizendes, eher verschüchtertes Kerlchen, ist mit dem plötzlichen Trubel um seine Person eher überfordert. Dennoch trachtet plötzlich eine unbekannte Person, die sich sehr gut im Theater auskennt, Zonja nach dem Leben. Auf der Suche nach dem Täter kommen allerlei verwirrende Neuigkeiten ans Licht. - Das satirische Musical „Comedia Strain oder Das Phantom der Schmiere“ wollte ein Stück Hamburger (und bundesdeutscher) Theatergeschichte noch einmal aus einem neuen Blickwinkel erzählen, kam aber über die Werkstattphase nicht hinaus (keine Kulturförderung, noch keinerlei Netzwerke ...). Beteiligt waren die jungen Kollegen Harald Burmeister (Bastian), Eva Niethammer (Zonja), Roland Peek (Barney), Frank Richter (Jule) und der Pianist Hans Peter Reutter. Ich war der Autor und hätte gern den Inspizienten Pichelsteiner gespielt.

Conférence

Regelmäßige Moderation der werktäglichen Mitternachtsshow im "Schmidt-Theater". Ich wohnte praktischerweise schräg gegenüber des im vorigen Sommer eröffneten Privattheaters, eines "Geheimtipps", der in dieser Zeit - einige Aggregatzustände überspringend - zum Riesenerfolg wurde. Ich gehörte zu einem kleinen Kreis von verlässlichen Moderationskräften, die auch kurzfristig einsprangen, wenn Ernie Reinhardt anrief und z.B. sagte: "Komm schnell rüber! Die Transe, die heute moderieren wollte, hat sich das Bein Gebrochen." Unter den Künstlern, die ich anzukündigen hatte befanden sich spätere Weltstars wie Olivia Jones ("zwei Meter Travestie") und Martin Schneider (noch mit seiner frühen Glanznummer "Sex-Shop"). Für die Gala zum ersten Geburtstag des Theaters regte ich als Eröffnungsnummer das Lied "Guten Abend, liebe Gäste" aus der TV-Serie "Väter der Klamotte" an. Als die "Schmidt-Show" bald darauf ins Fernsehen wechselte, wurde diese Ouvertüre beibehalten.

Saarbrücker Zeitung vom 17./18. Dezember 1988

1988

Kabarett Solo

„Allerlei Satyrisches“ - Handlungsloses Soloprogramm mit alten und neuen Nummern.

Szenen für sie Szene“ - Wie der Titel schon nahelegt, war dies ein Spezialprogramm für's schwule Publikum - das letzte seiner Art. Während seiner Laufzeit begannen sich solche Subkultur-Sonderveranstaltungen allmählich zu erledigen. Auch in den Massenmedien gingen langsam die Tage zuende, da die Darstellung Homosexueller allein in der Hand von Didi Hallervorden lag. "Bully", der diesem nun bald in der TV-Tradition der Tunten-Verarsche nachfolgte, wurde außerhalb Bayerns zumindest nicht mehr als realistischer Homosexuellen-Darsteller wahrgenommen. Jedenfalls hoff(t)e ich das ...

Saarbrücker Zeitung vom 23. November 1988

„All That Arnold“ – Soloprogramm mit Bandbegleitung - Befeuert von einer Intrige befreundeter Kollegen aus der Saarbrücker Szene, endete zwei Wochen vor der Premiere meines Saarbrücker Abschieds-Solos die Arbeit mit meiner Stamm-Pianistin. Das hochambitionierte Einpersonenstück „Orpheus in der Einbauküche“ wurde auf Eis gelegt und rasch ein Revue-Programm mit alten, noch unverwendeten und neuen Texten aus dem Boden gestampft. Der Jazzmusiker Stefan Schöner sprang ein und brachte seine Band „That’s It“ mit – er hatte bereits bei „Die Hölle unter Saarbrücken“ die musikalische Leitung inne. Wir gaben auch eine Heiligabend-Vorstellung, hauptsächlich um herauszufinden, „ob da überhaupt jemand kommt“. Es kamen vier ZuschauerInnen und ein SZ-Reporter, mit denen wir aber sehr viel Freude hatten. Es war mein letzter Soloabend im „Jazzkeller Giesskanne“, meiner ersten Stamm-Spielstätte.

Ensemblekabarett


„Die Hölle unter Saarbrücken“
– Ensemblekabarett-Revue des „Theaters Vorläufige Idealbesetzung“, mit Sabine Göttel, Ralf Peter Wolf, Falk Staub und Petra Lamy, Musik: „That’s It“, Manuskript und Regieversuch sowie Rolle des moderierenden „Deux ex machina“: Monty Arnold - „Zusammen mit Kollegen aus der freien Saarbrücker Szene, die in wechselnden Rollen in Songs und Spielszenen auftraten, philosophierte ich über die Unmöglichkeit menschlicher Beziehungen. Meine Kommentatorenrolle war als „Teufelchen“ angelegt und hieß Lucius Immanuel Sprott. Klassische Texte wie aus Schnitzlers „Reigen“ und Orson Welles’ „Citizen Kane“ flossen mit ein, außerdem Chansons von Günter Neumann, Irving Berlin, Fassbinder/Raaben u.a.m. Der Titel orientiert sich an Wim Wenders’ „Der Himmel über Berlin“, damals aktueller Lieblingsfilm der Kollegin Sabine Göttel. Das Lied „Over At The Frankenstein Place“ aus dem 1. Akt der „Rocky Horror Picture Show“ erwies sich als wunderbare Schlußnummer.“

Gastauftritte

"querbeet" - Veranstaltungsreihe der Neunkircher "Schaubühne" mit der Jazz-Big-Band "Con Brio", Jürgen Wönne und Thom Wolff vom Saarbrücker "Studio Theater" (literarisches Kabarett), Harakatz & Ali (Kabarett), Major Seven (Vocal-Ensemble), Monty Arnold und das Comedy-Duo Georgie Peugeot & Georges Millet, Moderation: Eberhard Schilling

4. Woche der Kleinkunst, St. Ingbert“, öffentlicher Wettsreit um die St. Ingberter Kleinkunst-Pfanne  - der SR übertrug Ausschnitte und berichtete. Die Teilnehmer: Max Herbrechter, Dortmund (Solo-Kabarettist), Kühle Aussicht Kaiserslautern (Polit. Ensemblekabarett), Die fliehenden Ägypter, Köln ("Clown-Commedie-Gruppe", bestehend aus Roberto Capitoni und Helmut Marko, Preisträger), Martin Sommerhoff, Hürth (Literarisch-musikalisches Solo-Kabarett), Spinnin' Twins, Tübingen (Jongleur- und Clown-Duo), Mathom-Theater, Melle (Tanztheater, Jonglage, Kabarett, Musik), Martin Herrmann, München (Liedermacher), Robert Grieß, Troisdorf (Poltisches Kabarett, Preisträger), Sissy Perlinger, München (Musiktheater und Performance), Monty Arnold, Saarbrücken (Literarisches Kabarett), Andreas Giebel, München (Kabarett, Preisträger), Die Stichlinge, Heidelberg (Politisches Ensemblekabarett); im Rahmenprogramm: Das Frankfurter Kurorchester, Peter Horton & Slava Kantcheff, Big Band "Ur-Knall" und Chris-Eric Criké, Chanson (SR2)

Saarbrücker Nacht der Kleinkunst“ in der Saarbrücker Kongreßhalle mit: al dente theater, Ballustrade, Alice Hoffmann & Igrid Braun / Theater S'Irene, gruppe 63, Le Mal de plaisir, Saarbrücker Klarinetten-Quartett, Senza Piedi, VEK Triebwerk, Asphalt Companie, Roland Helm & Friends, Peywand, Studio-Theater, Bob Ziegenbalg / Theater Musentümpel, Detlev Schönauer, Kachel-Theater-Compagnie - Das Wort "Nacht" war ernstgemeint: in einem (planmäßig!) knapp sechsstündigen Programm trat eine stattliche Riege von "Theater und Musik"-Acts auf, darunter viele Delegierte der örtlichen freien Spielstätten. Ich befand mich auch unter den umschichtig wirkenden Moderatoren und entwarf die Eintrittskarte. Einige Künstler aus der georgischen Saarbrücker Partnerstadt Tiblissi brachten einen folkloristrischen Wandteller mit, wedelten damit herum und erklärten ihn kurzerhand zum "Kleinkunstpreis". Dann überreichten sie ihn mir - vermutlich weil ich gerade in der Nähe war.

Hanns Dieter Hüschs Gesellschaftsabend – EXTRA: Saarbrettl“, Kabarett-, Chanson-, Folk- und Jazzreihe mit den Gästen Manfred Spoo, Monty Arnold, Calabrun, Extra Drei, Marcel Adam & Wolfgang Winkler und dem Gastgeber Hanns Dieter Hüsch, Redaktion: Lutz Hahn  - Die Kleinkunstveranstaltung "Saarbrettl" (eine Mix-Show, wie man heute sagen würde) wurde im März 1982 von der "Saarbrücker Zeitung" ins Leben gerufen. Innerhalb eines Jahres liefen zehn ausverkaufte Vorstellungen an verschiedenen Orten im Saarland. Nachdem der SR den krönenden Abschluss der Tournee übertragen hatte, gab es das "Saarbrettl" als regulären Ableger des "Gesellschaftabends" mit Hanns Dieter Hüsch von 1986-90 auf der neu gegründeten Saarlandwelle des SR. (SR 3 / Saarbrücker Zeitung)

 

Zweifarbrige Version des "Saarbrettl"-Plakatmotivs von W. Schmitt

1987

Kabarett Solo

Die besonders frühen Jahre“ – Soloprogramm, 1. abendfüllendes und komplett selbst geschriebenes Programm - Textauszug unter blog.montyarnold.de/2015/07/04/sind-wir-schon-auf-sendung/

„Der Cabajazzo“ – Zärtliche Balladen und haarsträubende Geschichten - Soloprogramm - Diesmal  gibt es ein dramaturgisches Konzept, ein Bühnenbild – incl. einer Leinwand mit Saarbrücker Skyline, die für das einmalige Event „Warm in den Winter“ der Saarbrücker Schwulengruppe KaHoS entstanden ist – und sogar ein Outfit (– Letzteres eine Einmaligkeit in meiner Solo-Kabarettlaufbahn). Es ist das erste abendfüllende und komplett selbstgetextete Programm. Als Ouvertüre und Exit Music fungiert „Bali Ha‘i“ aus meinem damaligen Lieblingsmusical „South Pacific“ von Rodgers & Hammerstein. Ausnahmsweise gibt es auch eine politische Chanson-Nummer: „Tomorrow Belongs To Me“, das Nazi-Lied aus „Cabaret“, wird auf die Gauweiler’sche AIDS-Politik umgetextet. Das Finale dieser als Streifzug durch die abendliche Stadtkultur angelegten Geschichte ist eine große (d.h. 12 min. lange) „Ausstattungsparodie“: „Cinemarathon oder Die Leiden des jungen Cineasten“, eine Ode an das klassische Hollywood-Kino.

"Auf zu anderen Ufern" - Solo-Kabarett zur aktuellen gesellschaftlichen Lage der Homosexuellen (die sich gerade kräftig im Umbruch befand)

"Der Frühling danach" - Kurzprogramm für Homo-kulturelle Anlässe, das sich als Nachtrag zu "Auf zu anderen Ufern" versteht.

"Weihnachten im Knast" - Im Gefängnis ist Weihnachten nach allgemeiner Einschätzung eine besonders schwere Zeit. So bat man mich, für die Insassen der JVA Ottweiler etwas Johnny-Cash-Romantik zu verbreiten. 

Ensemblekabarett

"Red' nicht davon, wie toll du küßt!" - Monty Arnold, Udo Sättler und Bob Ziegenbalg reden und singen von Liebesdingen - Chanson-Revue, eigene und vor allem fremde Lieder und Texte

"Kein Handlungsbedarf" - Textbeitrag "Rambo-Rap" für das Programm des Saarbrücker Ensemblekabaretts "Kacheltheater" mit Ruth Boguslawski, Franz Walter Freudenberger, Kornelia Freyenberg, Wolfram Jost - Keyboards: Martin Wollscheid, Regie: Dieter Desgranges

Fußnote

Am 1.7. legte ich die Aufnahmeprüfung an der "Musikhochschule des Saarlandes" / Fachbereich Schauspiel ab. Ich war der - natürlich irrigen - Meinung, es sei nicht möglich, den Weg ins künstlerische Fach einzuschlagen, ohne dafür einen offiziellen Segen erhalten zu haben, denn aus meinem sozialen Umfeld hatte ich ja keinerlei Ermunterungen erfahren. Nun war mir bewußt, dass eine Schauspielausbildung nicht ins von mir angestrebte Kabarett führte, aber etwas solides Handwerk könnte ja nicht schaden, dachte ich - und hier gebe ich mir im Nachhinein recht. Die wunderbare Madeleine Giese aus dem Ensemble des Saarländischen Landestheaters half mir liebenswerterweise bei der Einstudierung meines Materials: neben Chaplin und Welles war das "ein großer Klotz, soeben von der Schule gekommen, der alles mit größtem Ungeschick und zur unrichtigsten Zeit vorbringt" aus Molières "Der eingebildete Kranke". Die Quittung für dieses Ungeschick läßt sich denken - ich wurde abgelehnt. Die Begründung überzeugte mich zwar nicht, aber ich habe sie nie vergessen: "Jemand, der einen Walkman trägt, zeigt damit ein so deutliches Desinteresse an seiner Mitwelt, dass ihm offensichtlich jede Voraussetzung für den Schauspielerberuf fehlt!"

1984 - 86

In der saarländischen Provinz der damaligen Zeit gab es die Art von humoristischer Selbstdarstellung, von der ich träumte, nur in der Faschingszeit - also als "Einlage" in den "Gala-Kappensitzungen" im Pfarrheim. Dort hatte ich - nach einem Probelauf zur Saarbrücker Sessionseröffnung im November 1984 - 1985 mit "Monty Arnolds Kulturecho" einen derartigen Erfolg, dass ich mir fest vornahm, ohne Ausreden und faule Kompromisse einen "künstlerischen Beruf" zu ergreifen. Dieser Erfolg wiederholte sich noch einmal zu 115% im folgenden und zu 80% im darauffolgenden Jahr. (Zuletzt hatte ich die Satire auf die Dorf-Prominenz vielleicht wohl zu sehr auf die Spitze getrieben.) Mittlerweile hatte ich Anschluß an die landeshauptstädtische Kulturszene gefunden, die - unabhängig von den "tollen Tagen" - ganzjährig betrieben wurde. Aber auch sonst brachen neue Zeiten an: Wenn im Sommer die Theater schlossen, blühte überall in der Region der "Kultursommer", und in Saarbrücken jagte ein Festival das nächste. Die mir von meinen Eltern fest versprochene "Landung in der Gosse" mußte also noch warten.

Das Letzte“ - Kabarettreihe mit Bob Ziegenbalg und Gästen - In der letzten Ausgabe dieser „Mix-Show“ (so würde man heute sagen), hatte ich mein Debüt vor dem Saarbrücker Kabarettpublikum in jenem „Jazzkeller Giesskanne“, der meine erste Heimatbühne werden sollte. Bob Ziegenbalg - später Ensemblemitglied und noch später Leiter des Kinder und Jugendtheater "Überzwerg“ (heute Junges Theater Überzwerg) - war zuvor intensiv von mir heimgesucht worden mit der Bitte, mir doch eine Auftrittsmöglichkeit zu verschaffen. Liebenswürdiger- und überraschenderweise entsprach er dieser Bitte. Kurz vor dem Event eriegnete sich der Störfall von Tschernobyl, auf den der Liedermacher Sigi Becker und Gastgeber Bob Ziegenbalg in ihren Beiträgen bezug nahmen. Ich tat das nicht, was sich für meine folgende Kabarettisten-Karriere und ihre Rezeption als typisch erweisen sollte. (Foto von Roger Paulet)